Rückblick 10 Jahre Afro Ruhr Festival

Film und Gesprächsrunde mit den Akteuren am 25.6.2021 um 18 Uhr

Im Jahr 2010 fand das erste Afro Ruhr Festival im Westfalenpark Dortmund statt. Unter dem Motto „Dialog undVölkerverständigung“ wollte das Programm einen Eindruck von der kultu- rellen Vielfalt des bunten Kontinents Afrikas vermitteln. Unterschiedliche Konzerte, Shows, Workshops und Ausstellungen neben einem reichhaltigen Angebot an kulinarischen Spezialitä- ten für Jung und Alt sollten den Besucher neugierig auf die afrikanische Lebensart machen. Sich gegenseitig kennen lernen, miteinander reden und sich verstehen war das Ziel der Veran- staltung. 11 Jahre nach dem Start – wie hat sich die alljährlich stattfindende Festivalreihe inzwi- schen entwickelt?

Es wird eine Vorführung des Kurzfilms „10 Jahre Rückblick – Afro Ruhr Festival“ stattfinden. Anschließend gibt es eine informative Gesprächsrunde mit den Organisatoren des Festivals.

Moderation: Julia Rumi

Online-Zugangslink am 25.6.2021 ohne Anmeldung: https://youtu.be/kOpLG3fsEXw

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Live Konzert-Highlights

Der letzten 10 Jahre Afro Ruhr Festival am 27.6.2021 um 18 Uhr

Von Beginn des Festivals an war es eines der Ziele des Veranstalters Africa Positive, ein Programm mit hoher Qualität zusammenzustellen. Diese Idee spiegelt sich in den internationa- len Musikstars wider, die bei den Live-Konzerten auftraten.Vom verstorbenen Hugh Masekela, Zap Mama, Manou Gallo, Nomfusi, Black Bazar, Nilsa, X-Maleya, Nice Ferreira, Aly Keita, Neuza, Gansandji etc.

Mit den Highlights der Live-Konzerte aus 10 Jahren Afro Ruhr Festival führt Sie unser Modera- tor durch eine musikalische Entdeckungsreise namhafter international anerkannte Künstler und Künstlerinnen von Afrobeat, Hip Hop, Jazz, Folk, Reggae, Rock bis zur Weltmusik.
Seien Sie dabei und genießen Sie das musikalische Abenteuer!

Moderation: Julia Rumi

Online Zugangslink am 27.6.2021 ohne Anmeldung: https://youtu.be/SJH7SNw-0sE

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Denkmäler und (Post-)Kolonialismus

Herausforderungen einer kosmopolitisch und integrativ geprägten Erinnerungskultur

Podiumsdiskussion am 26.6.2021 um 18 Uhr mit den Referenten

Im Zuge der weltweiten Rassismus-Debatten und der Black Lives Matter-Bewegung wird kontrovers über Denkmäler diskutiert.Vielerorts wurden Denkmäler mit Farbe beschmiert oder niedergerissen. Manche Stadtverwaltung sah sich dazu gezwungen, umstrittene Monumente zu demontieren. Auch hierzulande hat der Kolonialismus Spuren im öffentlichen Raum hinterlassen, wozu Kolonialdenkmäler, koloniale Straßennamen und Gebäude gehören.

Es wird um einen angemessenen Umgang mit den Hinterlassenschaften imperialer Politik gerungen. Fragen nach dekolonisierenden Erinnerungskonzepten, die den Realitäten einer Einwanderungsgesell- schaft gerecht werden, stehen auf der Agenda.

Moderation: ShaNon Bobinger, Trainerin im Bereich Critical Whiteness und Antirassismus

Online-Zugangslink am 26.6.2021 ohne Anmeldung: https://youtu.be/RXd-pA3T4BQ

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Profile der Referenten und Moderatorin

Dr. Nkechi Madubuko

Dr. Nkechi Madubuko ist ausgewiesene Expertin zum Umgang mit Rassismuserfahrungen. Als Diversity Trainerin (Eine Welt der Vielfalt e.V.) ist sie mit Antidiskriminierungs- und Sensibilisierungsarbeit vertraut. Sie ist promovierte Soziologin, Buchautorin und Moderatorin. Mit “Empowerment als Erziehungsaufgabe” veröffentlichte sie das erste Buch im deutschsprachigen Raum zu praktischem Wissen im Umgang mit Rassismuserfahrungen bei Kindern und Jugendlichen. Zu Diversitätssensibilität und diesen Themen hält sie Vorträge, schreibt und gibt Trainings und Fortbildungen. Dozentin an der Uni Kassel und Uni Koblenz. Als ausgebildete TV Journalistin (ZDF) hat sie 25 Jahre Erfahrung in der Moderation von Veranstaltungen u. A. für verschiedene Bundesministerien.


Dr. Joachim Zeller, Kolonialhistoriker

Joachim Zeller, Dr., geb. 1958 in Swakopmund/Namibia, lebt als Historiker in Berlin; zahlreiche Veröffentlichungen zur Kolonial-, Denkmal- und Fotogeschichte. Von ihm ist u.a. erschienen: Weiße Blicke. Schwarze Körper. Afrikaner im Spiegel westlicher Alltagskultur (2010); Wilde Moderne. Der Bildhauer Fritz Behn (2016); Deutschland postkolonial? Die Gegenwart der imperialen Vergangenheit (Mitherausgeber) (2018).

 


Dr. Heiko Wegmann, Sozialwissenschaftler

Dr. Heiko Wegmann ist Kurator der Stuttgarter Ausstellung „Schwieriges Erbe. Linden-Museum und Württemberg im Kolonialismus“ (bis 8.5.2022). Er hat 2019 eine Biografie des Kolonialoffiziers Max Knecht (1874-1954) „Vom Kolonialkrieg in Deutsch-Ostafrika zur Kolonialbewegung in Freiburg“ veröffentlicht und ist Mitautor der Studie „Freiburg und der Kolonialismus. Vom Kaiserreich bis zum Nationalsozialismus“. Seit 2005 betreibt er das Forschungs- und Bildungsprojekt www.freiburg-postkolonial.de/

 


Dr. Mark Terkessidis, Autor und Migrationsforscher

Freier Autor, arbeitet zu den Themen (Populär-)Kultur, Migration, Rassismus und gesellschaftlicher Wandel. Studium der Psychologie in Köln, Promotion in Pädagogik in Mainz.
Redakteur der Zeitschrift „Spex“, Moderator für WDR „Funkhaus Europa“, Fellow am Piet Zwart Instituut der Willem de Kooning Akademie Rotterdam, bis 2017 Lehrbeauftragter an der Universität St Gallen (HSG). Zahlreiche Beiträge in „tageszeitung“, „Die Zeit“, „Süddeutsche Zeitung“, „Freitag“,„Literaturen“, „Texte zur Kunst“, etc. sowie für den „Westdeutschen Rundfunk“ und „DeutschlandFunk“. Mit Jochen Kühling Projektleiter von „Heimatlieder aus Deutschland“: http://heimatliederausdeutschland.de/home.html
Buchveröffentlichungen u.a.: „Interkultur“ (2010), „Kollaboration (2015, beide edition Suhrkamp), „Nach der Flucht. Neue Vorschläge für die Einwanderungsgesellschaft“ (2017, Reclam), „Wessen Erinnerung zählt? Koloniale Vergangenheit und Rassismus heute (2019, Hoffmann & Campe)


Moderatorin

ShaNon Bobinger: Arbeitet als Moderatorin, systemischer Life-, und Business Coach und Referentin. Als Trainerin und Referentin hält sie in den Bereichen „Critical Whiteness, Antirassismus und Empowerment von marginalisierten Menschen” Workshops im Rahmen von Prozessbegleitungen zu antirassistischen Organisationen.

 
 


Veranstalter:

Afro Ruhr Festival

Africa Positive e.V., Dietrich- Keuning-Haus, Kulturbüro Stadt Dortmund in Zusammenarbeit mit Netzwerk Afrikaner in Dortmund (AFRIDO), Africa Institute for Media, Migration and Development (AIMMAD) und Deutsch-Afrikanische Gesellschaft in der Auslandsgesellschaft.de.
www.afro-ruhr-festival.de

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